Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Informationen für Unternehmen

Ihr Unternehmen: An- und Herausforderungen

Um Ihren dual Studierenden die besten Möglichkeiten für ein qualitativ hochwertiges Studium zu bieten und damit den richtigen Grundstein für eine langfristig produktive Zusammenarbeit zu legen, sind einige Voraussetzungen seitens Ihres Unternehmens zu beachten.


Betriebliche Motivation

Die Holzbranche zeichnet sich durch vielfältige Wertschöpfungsmöglichkeiten aus. In gut aufgestellten Unternehmen nehmen hierbei die Ingenieure in den unterschiedlichsten Teilen des Unternehmens eine wichtige Rolle ein, denn zunehmend wird im holzverarbeitenden Unternehmen, unabhängig ob Handwerk oder Industrie, auf der Basis ingenieurwissenschaftlicher Methoden gearbeitet. Hierfür sind gut ausgebildete, hoch motivierte Spezialistinnen und Spezialisten unabdingbar. Der allseits zu spürende Mangel an Fach- und Führungskräften steht dem allerdings entgegen und wird zu der Herausforderung für Ihr Unternehmen!

Neben den Möglichkeiten, vorhandene eigene Mitarbeiter kontinuierlich weiterzubilden und damit zu qualifizieren, mögliche Aufstiegschancen aufzuzeigen oder interessante Arbeitsmodelle zu entwickeln um z.B. die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu gewährleisten, besteht zudem die Möglichkeit, die Initiative zu übernehmen und in zukünftige Fach- und Führungskräfte zu investieren.

Das duale Studium am Fachbereich Holzingenieurwesen an der HNE Eberswalde bietet dafür mit den Studiengängen „Holztechnik“ und „Mechatronik im Holzingenieurwesen“ die Chance ihren Ingenieurnachwuchs selber auszubilden!


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Betriebliche Eignung

Eine der wichtigsten Fragen, die sich nun stellt, ist welche Arbeitskräfte braucht Ihr Unternehmen in der Zukunft? Und damit, welche Studienrichtung passt zu Ihrem Unternehmensprofil bzw. zu den zukünftig zu besetzenden Positionen? Dual Studierende können und sollen kein Ersatz für kurzfristig einsetzbare und billige Arbeitskräfte oder fehlende Auszubildende sein. Daher ist die Frage des sinnvollen späteren Einsatzes, der späteren Zielposition oder der späteren Aufgabengebiete der Absolventinnen und Absolventen von immenser Bedeutung.

Neben der Studienrichtung bleibt die Frage nach dem Studienmodell. Unabhängig der von den Hochschulen angebotenen Modellen existieren prinzipiell zwei unterschiedliche Varianten: die ausbildungs- bzw. berufsintegrierende oder die praxisintegrierende Studienvariante.

Der duale Studiengang „Holztechnik“ der HNE Eberswalde versteht sich als ausbildungs- bzw. berufsintegriert und „Mechatronik im Holzingenieurwesen“ als praxisintegriert.

Im Falle der ausbildungsintegrierenden Studienvariante ist die betriebliche Eignung besonders wichtig, da gesetzliche Voraussetzungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) für eine qualifizierende Berufsausbildung für Sie zum Tragen kommen. Zudem ist es ratsam sich im Vorfeld zu informieren, mit welcher Berufsschule und mit welcher Kammer (IHK, HWK) eine Zusammenarbeit notwendig ist.


Betriebliche Rahmenbedingungen

Im letzten Schritt stehen organisatorische Entscheidungen im Vordergrund. Neben der Suche und der Kontaktaufnahme zu Ihrer Wahlhochschule ist ein Abgleich der Verteilung von Studien- und Praxiszeiten und damit die Integration der dual Studierenden in Ihr Unternehmen nötig. Die Ansprechpartner des Fachbereichs Holzingenieurwesen der HNE Eberswalde finden Sie weiter oben auf dieser Seite. Bedingt durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis in den dualen Studienformaten besteht ein hoher Abstimmungs- und Ausbildungsaufwand, für den auch wir als Hochschule einen Ansprechpartner bei Ihnen und natürlich die dual Studierenden eine stete Betreuungsperson brauchen. Diese/r Praxisbeauftragte müsste eine ausreichende Qualifikation aufweisen und von Ihrem Unternehmen benannt werden.

Die Zeiträume und damit die Wechsel von Praxisphasen bei Ihnen im Unternehmen und den Theoriephasen bei uns an der Hochschule werden von uns über die Festlegung der Semestertermine geregelt. Demnach muss durch Ihr Unternehmen die Freistellung der dual Studierenden für die Theoriephasen, für die Semesterprüfungen und für die einmal im Semester stattfindende Blockwoche an der HNE Eberswalde erfolgen.

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 Präsenzphasen: Holztechnik, dual

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 Präsenzphasen: Mechatronik im Holzingenieurwesen, dual 


In der Praxisphase - Grundlagen und der Praxisphase - Vertiefung erfolgt die betriebliche Ausbildung bei Ihnen im Unternehmen. Neben der Bereitstellung eines geeigneten Arbeitsplatzes bei Ihnen im Unternehmen und der Auswahl von anspruchsvollen betriebliche Aufgaben inklusive Mentoring für Ihre dual Studierenden, sind die von uns als Hochschule festgelegten Ausbildungsrahmenpläne einzuhalten. Zu finden sind diese als Anhang der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung (SPO) des gewählten Studiengangs.


Bewerbungsprozess

Der Vertragsunterzeichnung sollte ein intensiver Bewerbungsprozess vorangehen. Durch die lange Bindung zwischen den dual Studierenden und Ihrem Unternehmen, mindestens über die ganze Studienzeit (Mechatronik im Holzingenieurwesen 3,5 Jahre; Holztechnik dual 4 Jahre), ist eine qualifizierte Bewerberauswahl von höchster Wichtigkeit um Fehlbesetzungen in beiden Richtungen zu vermeiden. Die Möglichkeiten, sich gegenseitig im Vorfeld besser kennenzulernen, gehen von Vor- bzw. Schulpraktika bis zur Festlegung einer möglichen Probezeit von 6 Monaten.

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Da duale Studienplätze sehr begehrt sind, können Sie mit einer Vielzahl von Bewerbungen rechnen. Auf Grund der hohen inhaltlichen und zeitlichen Anforderungen an duale Studierende, sollte Sie hohe Ansprüche an die Bewerber und Bewerberinnen haben. Die Zusatzbelastung für dual Studierende liegt durch die Verzahnung von Theorie und Praxis deutlich über der grundständig Studierender. Die HNE Eberswalde tritt dieser Doppelbelastung durch die Verzahnung der Kurse bzw. Vorlesungen der dualen Studienangebote mit den regulären Studienangeboten (Brandenburger Modell), kleinen Studiengruppen und den persönlichen Kontakt zum Lehrpersonal und den Mitstudenten am Fachbereich entgegen.

Die Festlegung von konkreten Auswahlkriterien erscheint aber dennoch hilfreich und sinnvoll. Neben den Hard-Skills, wie der Hochschulzugangsberechtigung nach dem Brandenburgischen Hochschulgesetzes (BbgHG), sind besonders die Soft-Skills zu beachten. Hierzu gehören ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Disziplin, Leistungsbereitschaft und Interesse an der Praxisarbeit, Durchhaltevermögen und Belastbarkeit sowie eine gewisse Bereitschaft, auf Freizeit zu verzichten (da statt Semesterferien nur reguläre Urlaubsansprüche gelten). Zudem sollte von den Bewerbern und Bewerberinnen eine Bereitschaft zur räumlichen Flexibilität (bedingt durch den Wechsel der Lernorte Unternehmen und Hochschule) und zur digitalen Mobilität (bedingt durch moderne Lernmethoden an der HNE Eberswalde) mitgebracht werden.


Vertragsabschlüsse

Die intensive Zusammenarbeit von dual Studierenden, Unternehmen und Hochschule ist in Deutschland vertraglich zu regeln. Hierbei kommen je nach Studienmodell verschiedene Vertragsarten zum Tragen. Unabhängig dieses Modells wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen Hochschule und Unternehmen geschlossen, unsere Kooperationsvereinbarungen finden Sie als Anhang in den jeweiligen SPO's des gewählten Studiengangs. Ihr Unternehmen schließt zusätzlich einen Studien- oder Bildungsvertrag mit den dual Studierenden ab. Musterverträge finden sich z.B. bei der Agentur Duales Studium Brandenburg (www.duales-studium-brandenburg.de). In der ausbildungsintegrierenden Studienvariante kommt zudem noch der Ausbildungsvertrag hinzu. Beispielverträge finden Sie bei den zuständigen Kammern (z.B. www.ihk-ostbrandenburg.de).

Verträge_praxisintegriert

Verträge in
praxisintegrierenden Studienvarianten

Verträge_ausbildungsintegriert

Verträge in
ausbildungsintegrierenden Studienvarianten

Verträge_berufsintegriert

Verträge in
berufsintegrierenden Studienvarianten


Vergütung

Bleibt noch eine Frage offen: Wieviel sollten Sie Ihren dual Studierenden monatlich zahlen? Damit sich die dual Studierenden vollständig auf ihre Ausbildung konzentrieren können, sollte die Vergütung so hoch sein, dass die Aufnahme eines zusätzlichen Nebenjobs für die Studierenden entfallen kann. In der ausbildungsintegrierenden Studienvariante sind im Zeitraum der Berufsausbildung die Bestimmungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) einzuhalten. Danach und in den anderen Studienvarianten empfehlen wir den Höchstsatz nach Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) von 735€ mit Stand von 2019 anzusetzen. Um eine weitere Motivation für Ihre dual Studierenden zu bieten, können zusätzliche Anreize in Form von Boni für gute Studienleistungen oder besondere Leistungen im betrieblichen Praxiseinsatz gewährt und vertraglich festgehalten werden. Aber auch finanzielle Zuschüsse für Lehrmaterialien z.B. Fachbücher oder für die Miete der Wohnung oder des WG-Zimmers sind nicht unüblich.

Im Land Brandenburg fallen keine Semestergebühren für Hochschulen in öffentlicher Trägerschaft an und dazu zählt die HNE Eberswalde. In der Regel übernimmt das Unternehmen dafür die zu zahlenden Semesterbeiträge. An der HNE Eberswalde betrug zum WS 2018/19 dieser Beitrag 267€ (Einschreib- bzw. Rückmeldegebühr 51€, Studentenwerksbeitrag 70€, AStA-Beitrag 15€, Semesterticket für beliebig vielen Fahrten im Verbundtarifgebiet Berlin-Brandenburg 130€ und der Beitrag zum klimaneutralen Semesterticket von 1€).


Ihr Unternehmen: Vorteile und Mehrwert

Jung, dynamisch, flexibel, motiviert, gut ausgebildet und natürlich mit Berufserfahrung - wer kennt sie nicht - die Idealbesetzung für eine offene Stelle. Gerade die Verbindung einer akademischen Ausbildung mit frühzeitiger Berufserfahrung gibt den dual Studierenden die Möglichkeit, sich gegenüber grundständig Studierenden positiv zu positionieren. Mit dem Angebot an dualen Studienmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen lassen sich mehrere Vorteile für Sie generieren.


Human Resources / Personalwesen

Die Sicherung von Fach- und Führungskräften steht in der Entscheidung zum Angebot von dualen Studienmöglichkeiten an erster Stelle. Mit den Absolventinnen und Absolventen stehen Ihnen sofort einsetzbare Mitarbeiter für Ihre verantwortungsvollen Aufgaben bzw. Führungspositionen zur Verfügung. Es besteht nicht die Notwendigkeit einer langwierigen und kostspieligen Einarbeitung. Ebenso können Kosten für Anwerbungen z.B. über Headhunter und Kosten für teure Traineeprogramme entfallen - Sie kennen ja Ihre maßgeschneiderten Absolventinnen und Absolventen bereits.

Das von Ihrem Unternehmen in die dual Studierenden gesetzte Vertrauen ist zudem nicht abwegig. Z.B. weisen dual Studierende überdurchschnittlich niedrige Abbruchquoten auf. Begründet werden kann dies durch Ihren qualifizierten Bewerbungsprozess, die erhöhte Motivation, die guten Berufsaussichten und natürlich durch die finanzielle Absicherung der Studierenden während des Studiums. Dual Studierende weisen zudem eine frühzeitige Bindung zu ihrem kooperierenden Unternehmen auf. Eine gute Voraussetzung auch für eine längere Bindung von hochqualifizierten Personal an Ihr Unternehmen über das Studium hinaus.


Unternehmensentwicklung

Durch die enge Kooperation zwischen unserer Hochschule und Ihrem Unternehmen und damit der engen Verzahnung von Theorie und Praxis ergeben sich Synergieeffekte hinsichtlich eines Wissens- und/oder Technologietransfers. Weitere Kooperationen im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung und der Weiterbildung sind möglich und wünschenswert. Durch entsprechende Netzwerkbildung ist es möglich, die neusten Erkenntnisse der Wissenschaft in Ihren Betrieb mit einfließen zu lassen. Nicht zu vergessen sind die Weiterbildungseffekte bei den von Ihnen zu benennenden Betreuungspersonen.

Da die Verleihung des angestrebten akademischen Grades, Bachelor of Engineering (B. Eng.), seitens der Hochschule erfolgt, ist eine direkte Einflussnahme auf den Lehrplan seitens Ihres Unternehmens nicht möglich. Mit der Einrichtung bzw. durch die Mitarbeit im Beirat zum Dualen Studium des jeweiligen Studienganges besteht allerdings die Möglichkeit zur Einbringung von Anregungen für aktuelle Themen aus der Wirtschaft. Zu den Aufgaben der Vertreterinnen und Vertreter aus kooperierenden Unternehmen, Kammern und Verbänden sowie der Hochschule gehören die Sicherung des Praxisbezugs durch die Ausrichtung der Studienformate an den Bedürfnissen der Unternehmen u.a. durch regelmäßige Treffen zur Diskussion aktueller Probleme, studiumsrelevanter notwendiger Änderungen oder Weiterentwicklungen.

Des Weiteren lässt sich durch das Angebot von dualen Studienmöglichkeiten das Image Ihres Unternehmens für junge Menschen verbessern. Sie erhalten Zugang zu qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber, welche in ihrer Erst- oder Weiterbildung, mit und ohne Abitur, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Personalentwicklung Ihres Unternehmens leisten. Im Sinne des Personalmarketings kann es zu einem Alleinstellungsmerkmal und damit Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern werden.

 

Ansprechpartner:


Prof. Dr.-Ing.
Ulrich Schwarz

Dekan/Studiengangsleiter des Fachbereichs Holzingenieurwesen

 03334/657-374
Ulrich.Schwarz@hnee.de


Dipl.-Ing. (FH)
Guido Eichbaum

Studiengangskoordinator Duales Studium am Fachbereich Holzingenieurwesen

 03334/657-389

Guido.Eichbaum@hnee.de