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Klimafreundliche Hochschule

Aufbauend auf den Bestrebungen im Rahmen des Umweltmanagements seit 2007 wurde in 2014 ein Klimaschutzkonzept zur Intensivierung der Klimaschutzbemühungen und zur Weiterentwicklung der HNEE zu einer Klimafreundlichen Hochschule erarbeitet.

Das Klimaschutzkonzept der HNEE, welches im Frühjahr 2015, nach einem intensiven Beteiligungsprozess fertig gestellt wurde, beschreibt den Weg der HNEE zu einer (noch) klimafreundlich(er)en Hochschule und schlägt zudem konkret umzusetzende Maßnahmen vor. Zentrales Element sind die neun Leitlinien der klimafreundlichen Hochschule (siehe unten). Für die Umsetzung dieser Leitlinien wurde mit Beteiligung aller Hochschulangehörigen Maßnahmenvorschläge in den Bereichen Hochschulpolitik, (Forschungs-)Projekte, Hochschulgemeinschaft, Lehre, Umweltmanagement, IT, Liegenschaften, Mobilität und Verpflegung gesammelt. Neben der Einsparung von etwa 200 t im Hochschulbetrieb, der Kompensation der verbleibenden Emissionen und klimapositiv wirkende Klimaschutzprojekte in der Region, steht insbesondere die Bewusstseinsbildung im Vordergrund. Die Ausbildung von Multiplikatoren und die Vorbildfunktion, sieht die HNEE dabei als ihren größten Beitrag, den sie zum schützen des Klimas leisten kann.

Leitlinien für eine klimafreundliche HNEE

Im Klimaschutzkonzept der HNEE haben wir neun Leitlinien für eine klimafreundliche HNEE festgeschrieben:

 

Leitlinien zum Klimaschutz im Hochschulbetrieb

1. Vermeidung von CO2 Emissionen im Hochschulbetrieb

Ziel ist die komplette Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen.

 

2. Erreichung von Klimaneutralität innerhalb der Systemgrenzen

Ab dem Jahr 2014 werden die bilanzierten Treibhausgasemissionen durch Klimaschutzprojekte, die gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung fördern, kompensiert.

 

3. Effizienz und Suffizienz als Leitlinien weiteren Handelns

Trotz des Einsatzes erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe wird mit Energie an der HNEE sparsam umgegangen.

  

Leitlinien zur Bewusstseinsbildung

4. Klimabewusstsein im Kerngeschäft

Die Themen Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung werden als Querschnittsthemen oder als expliziter Bestandteil in Lehre und Forschung mitgedacht.

 

5. Klimaschutz durch Ausstrahlwirkung

Durch Interaktion mit lokalen und globalen Partnern wird der Klimaschutzgedanke weitergetragen.

 

6. Sichtbarmachung von Klimaschutz auf den klimafreundlichen Campussen

Die Klimaschutzbemühungen der HNEE werden auf den Campussen sichtbar gemacht.

 

Leitlinien zum Projektmanagement

7. Kontinuierliche Bilanzierung und ganzheitliche Betrachtung

Innerhalb der Systemgrenzen etabliert die HNEE eine kontinuierliche Bilanzierung und berücksichtigt aber auch alle indirekten Emissionen in ihren Klimaschutzbestrebungen.

 

8. Kommunikation

Die HNEE Kommuniziert ihre Klimaschutzbemühungen offen und transparent, z.B. in ihrem Klimaschutzkonzept oder im Bericht zur Nachhaltigen Entwicklung der HNEE.

 

9. Etablierung eines lernenden Projektes

Das lernende Projekt „Klimafreundliche Hochschule“ steht im engen Kontakt und Austausch mit allen Hochschulangehörigen, um existierendes Wissen zu nutzen und Erfahrungen weiter zu geben.

 

Seit Oktober 2015 gibt es an der HNEE eine durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) geförderte Stelle für Klimaschutzmanagement. Im Rahmen dieser Stelle werden die Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt, die nach einem Prioritätenschema als besonders wichtig eingestuft worden sind. Hierunter fällt z. B. die Weiterentwicklung der Richtlinie zur ökologischen Beschaffung in eine Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung. Integriert sind hier auch strengere Effizienzkriterien bei sämtlichen Beschaffungsprozessen der HNEE. Der Ausbau der Zusammenarbeit mit der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim im Themenfeld Klimaschutz steht ebenso auf der Agenda wie auch konkrete Projekte im Moorschutz. Eine Arbeitsgruppe mit Teilnehmer*innen aus der Hochschule und dem Studentenwerk Frankfurt/Oder, das die Mensen der HNEE betreibt, beschäftigt sich mit der nachhaltigen und klimafreundlichen Weiterentwicklung der Mensen. Als erstes Projekt wurde ein Mehrwegbecher-Pfandsystem mit weiteren Praxispartnern in der Stadt Eberswalde eingeführt, um der Einwegbecherflut und dem damit einhergehenden Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen entgegenzuwirken. Im Bereich der Liegenschaften wird ein Energiekonzept zusammen mit dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Bauen und Liegenschaften (BLB) beauftragt, mit dem Ziel der Errichtung weiterer Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Mit den am Semesterticket beteiligten Verkehrsbetrieben, dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) wurde 2017 das Klimaneutrale Semesterticket eingeführt, bei dem durch zusätzliche Ökostrombezüge und Kompensationsdienstleistungen die Fahrten mit dem Semesterticket bilanziell klimaneutral gestellt werden.

 

Kontakt:

Henning Golüke

Klimaschutzmanager

klima@hnee.de

Raum: 06.306